Jugendtraining ab dem Sommer 2019

UPDATE 24.06.19: Die Termine für das Probetraining am Ende der Sommerferien stehen. Schaut mal hier rein (oder unter dem Reiter „TRAINING“):

Bootcamps und Tryouts findet ihr unter „TRAINING“

UPDATE 03.05.2019 : Das Bootcamp muss leider abgesagt und verlegt werden. Neuer Termin ist in etwa am Ende der Sommerferien. Wir informieren euch so schnell es geht, wenn es etwas neues gibt!


Seit 2016 entwickelt sich unsere Mannschaft immer mehr zu einer einschlägigen Größe in der Gernsheimer Vereinslandschaft. Nach zwei erfolgreichen Jahren im Aufbau und starken Saisonleistungen ist für uns die Jugendarbeit und die Nachwuchsförderung und der nächste sinnvolle Schritt. Mit dem Themenschwerpunkt „Integration durch Sport“ konnten wir bereits im letzten Jahr auf uns aufmerksam machen. Diese erfolgreiche Basis wollen wir zusammen mit unseren Partnern nutzen, um Gernsheim zum Standort nachhaltiger Jugendarbeit und Nachwuchsförderung zu entwickeln.

Die Begeisterung für rechte Tapferkeit ist der Jugend schönstes Vorrecht.

Heinrich von Treitschke (1834 – 1896), deutscher Historiker, Vertreter der kleindeutsch-preußischen Richtung und des Machtstaates

Damit die Jugend für uns kein schöner, aber kurzer Traum wird, brauchen wir jene tapferen Jugendlichen…EUCH!

Kommt am 28. und 29.06.2019 in unser kostenloses Football-Bootcamp. An zwei Nachmittagen wollen wir euch den Sport und unseren Verein näher bringen! Ihr könnt jede Position ausprobieren, die euch gefällt. Für jeden von euch wird es Shoulderpads und Helme zur Anprobe geben. Verschiedene Football-Ausstatter beraten euch in der Wahl des richtigen Equipments (Genaue Informationen zum Ablauf gibt es in den nächsten Tagen!).

Week 18: Talk About Tuesday – Unsere Interviewreihe

Julian Link #65

Einer unserer stabilsten O-Liner ist Julian Link. Als er 1991 in Herne mitten im Ruhrpott das Licht der Welt erblickte, hätte wohl niemand gedacht, dass es die Pottblaak (ein wohl liebkosendes Wort für „Kind“ im Ruhrgebiet) 2014 der Liebe wegen an die Bergstraße verschlagen sollte. Unser Guard mit der Nummer #65 hat schon früh gelernt Dinge zu biegen, die eigentlich nicht biegsam sind, denn eigentlich hat er sich seiner Zeit zum Stahlbauer ausbilden lassen. Dieser Schweißtreibenden Arbeit hat er als Familienvater mittlerweile den Rücken gekehrt. Von Julian hört man in der Regel nicht viel, was nicht heißen soll, dass er nicht da ist! Wenn dich irgendwo ein O-Liner durchlässt, dann solltest du deine Augen offen halten, besagt eine alte Footballregel. An einem schlechten Tag erwischt dich dann unsere #65: „Es ist einfach geil, wenn 250 kg aufeinanderprallen!“ sagt er mit breitem Grinsen während unseres Interviews und er fährt fort: „ Am liebsten würde ich in jedem Play über mich hinauswachsen und dem Gegner den Arsch versohlen! Da hab ich einfach Bock drauf!“.

Seinen Weg zu den Gladiators fand Julian am Tryout 2017. Er selbst sagt, dass das Tryout schon eine riesige Herausforderung für Ihn war, denn bis dato hatte er sich lange nicht mehr sportlich betätigt. Er stellte sich dieser Herausforderung und kann zwei Jahre später resümieren, dass es sich gelohnt hat, denn seine damaligen sportlichen Grenzen hat er lange hinter sich gelassen! Herausforderungen sind wichtig in Julians Leben: So hat er beispielsweise in Eigenregie sein Haus renoviert und umgebaut. Das ständige Streben nach Erfolg ist ein wichtiger Teil seiner Persönlichkeit. Oft sei er in seiner Sportlerkarriere zweiter gewesen, erzählt der Seeheimer. Gerade der Fußball hat ihn oft im Stich gelassen. Egal ob bei Ligaspielen oder Turnieren. Ob das letztendlich an der gebürtigen Nähe zu Gelsenkirchen liegt, bleibt wohl für immer unbeantwortet.

Wir freuen uns, dass du den Weg aus dem Pott zu den Gladiators gefunden hast! Uns gefällt Zweiter sein auch nicht besonders! Lass uns also gemeinsam noch ein Paar Jahre das Rhein-Main-Gebiet rocken!

#
65
Name
Julian Link
Nationalität
ger Deutschland
Position
Offense Line
Height
1.94
Weight
130
Alter
28

Week 17: Talk-about-Tuesday – Unsere Interviewreihe

Lukas Brauburger #23

In Groß-Gerau geboren, schnürte Lukas bereits früh im Alter von 5 Jahren seine ersten Fußballschuhe. Heute, 19 Jahre später, ist er fester Bestandteil unserer Gladiators-Familie und dort nicht mehr wegzudenken.

Das Interesse für Football kam durch die jährliche Ausstrahlung des Super Bowls. Als er von der Neugründung der Gladiators erfuhr, gab es für ihn keine andere Option, als dort ins Training zu kommen. Und sofort stellte er fest: „Das ist meine Sportart.“ Denn was ihm beim Fußball fehlte, war vor allem der Körperkontakt. Diesen bekommt er nun auf seiner Wunschposition des Cornerbacks. Für ihn war sehr schnell klar, dass er sich mit den besten Receivern messen möchte. Seine Kraft und seine Physis zeichnen ihn besonders im Eins-gegen-Eins aus.

Um fit zu bleiben und stärker zu werden, geht Lukas seit einigen Jahren ins Fitnessstudio. „Das schützt außerdem vor Verletzungen.“ Ansonsten ist er auch gerne mal mit Freunden unterwegs oder setzt sich auf sein Motorrad – einer Yamaha MT07.

Mobil geht es auch in seinem Beruf zu. Vor 6 Jahren begann Lukas mit der Ausbildung zum Industriemechaniker und arbeitet heute bei HEAG mobilo in Darmstadt. Er schätzt die Abwechslung und neuen Herausforderungen und vor allem die ständige Bewegung. Dabei kann es auch mal stressig werden. Football- und Fitnesstraining sorgen für den nötigen Ausgleich.

Als seine größte Stärke beim Football, bezeichnet er den Überblick über das Feld, den er sich schon als Mittelfeldspieler beim Fußball aneignete und der ihm in seiner Rookie-Saison zu beeindruckenden 4 Interceptions und zahlreichen Tackles verhalf. Diese Erfolge geben ihm Motivation. Aber auch nach Fehlern gilt für ihn, stärker vom Platz zu gehen.

Sein größtes Ziel ist der Aufstieg mit den Gladiators. Auch einen Pick-6 hat er sich für die kommende Saison vorgenommen. Dafür drücken wir dir natürlich die Daumen und danken dir für deine Unterstützung und deinen unermüdlichen Einsatz auf dem Feld.

Week 16: Talk-about-Tuesday – Unsere Interviewreihe

Andrew Fischer #30

Emotional. Aufbrausend. Ehrgeizig. Das sind Attribute, die unseren Strong Safety ausmachen. Geboren 1987 in Albuquerque (New Mexico), zog er mit seiner Mutter im Alter von sechs Jahren nach Seattle (Washington). Die Stadt, die in Europa hauptsächlich für Ihr Wahrzeichen, die Space Needle, bekannt ist, prägte Andrew. Seit seinem siebten Lebensjahr interesseierte Andrew nur Football und seit seinem siebten Lebensjahr spielt Andrew Defense. „You gotta be crazy to play defense!“ erzählt er lachend während unseres Gespräches. Die spezielle Form der Sportförderung in der High-School hat er sehr genossen. So kann er heute noch von den damals erlernten Fähigkeiten zehren. Mit 13 Jahren ist Andrew mit seiner Mutter der Liebe wegen nach Deutschland gezogen. Zunächst hat Andrew 2005 und 2006 bei den Darmstadt Diamonds in der Jugend gespielt, bevor er wegen seines Jobs und seiner Familie den Sport in den Hintergrund rücken musste. 2017 erfuhr der damals 30-jährige in einem Gespräch unter Arbeitskollegen von den Gladiators. Er spricht von einer wahnsinnigen Atmosphäre und hat immer noch glänzende Augen, wenn er an sein erstes Training bei uns denkt: „Hier will ich bleiben!“ hat er damals sofort festgeschrieben. Mittlerweile ist Andrew nicht mehr aus dem Team wegzudenken.

Wenn es irgendwo auf dem Platz laut wird und wild Englisch gesprochen wird, dann weiß jeder: Das kann nur einer sein! Denn die Konfrontation scheut unsere Nummer #30 keinesweges. Sätze wie „Du kannst das nicht!“ sind für Ihn eine Herausforderung! „Doesn’t matter how hard you can hit! What matters is how hard you can get hit and keep movin‘ forward!“ ist das Motto unseres Platzhirschen und genau so erleben wir Ihn auch! Die Variabilität, die seine Position mit sich bringt (sich mit den besten und schnellsten Recievern zu messen und gleichzeitig die letzte Bastion gegen den Lauf zu sein) spiegelt sich auch in Andrews Privatleben: Als Vater zweier Töchter (11 und 2 Jahre) muss er sich täglich wechselnden Anforderungen stellen. Das Vatersein hat Andrew verändert, erzählt er während unseres Interviews: „Ich bin damals mit 21 Jahren Vater geworden. Ich war plötzlich gezwungen Verantwortung zu übernehmen und erwachsen zu werden!“ Inzwischen, sagt er, sei es das beste was dem gelernten Kaufmann je passiert sei. Apropos Kaufmann: Seine Lebensgefährtin Lisa hat Andrew während seiner Arbeitszeit kennen gelernt. Sie war eine Kundin bei Andrew und wollte sich eine Soundbar zulegen. Glücklicherweise stehe diese noch heute im gemeinsamen Wohnzimmer und symbolisiert Stabilität und Zusammenhalt. Genau das, was Andrew für die Gladiators symbolisiert: Stabilität und Zusammenhalt. Auf viele weitere gemeinsame Jahre!

#
30
Name
Andrew Fischer
Nationalität
ger Deutschland
usa Vereinigte Staaten von Amerika
Position
Safety
Height
1.75
Weight
80
Alter
32

Week 15: Talk-about Tuesday – Unsere Interviewreihe

Marcel Andrä #75

In seiner zweiten Saison ist unser flexibel einsetzbarer Power Mann aus der O-Line nicht mehr weg zu denken. Der 29-jährige Seeheimer ist mit seiner sympathischen und zuverlässigen Art seit dem Frühjahr 2018 ein fester Bestandteil der Gernsheim Gladiators. Bereits in seiner ersten Saison war eins klar: Wer ihm in den Weg kommt, wird weggeräumt.

Seine Leidenschaft zum Football entdeckte er als ehemaliger Stabsunteroffizier in einer Kleinstadt namens Oeiras in Portugal. Auf dem dortigen NATO-Stützpunkt wurde mit den Kameraden als Ausgleich zum alltäglichen Soldatenleben öfter mal der ein oder andere Ball geworfen. Seither lässt ihn der Sport nicht mehr los. Dabei waren die Parallelen zum Football und zu seinen Beruf auch mit ausschlaggebend. Klare Strukturen und Hierarchien und ein Zusammenhalt, den er auch aus seinem ehemaligen Beruf kennt. Den Weg zu den Gladiators nahm Marcel aus einem Fitnessstudio in Pfungstadt, in dem er bei einem Gespräch auf uns aufmerksam wurde. Marcel ist eine variable Persönlichkeit: Neben den harten acht Jahren bei der Bundeswehr, hat Marcel bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik und bildet sich derzeit zum Betriebswirt weiter. Diese positive Variabilität überträgt Marcel auf den Sport und macht sich so zum vielseitig einsetzbaren Spieler. Außerdem hat unser angehender Betriebswirt die Finanzen der Mannschaft im Auge und erfüllt seine Funktion akribisch. Wer an die Kasse möchte, muss erst an ihm vorbei.

Er bezeichnet sich selbst häufig als „nichts besonderes“ oder „ganz normal“. Möglicherweise bekommt man auch im ersten Moment ein ähnliches Bild von unserer #75. Wer sich allerdings länger mit Marcel unterhält, der wird bemerken, dass er aus seinen Meilensteinen einfach nur keinen Hehl macht. Denn drei Jahre im Ausland zu leben; von zu Hause auszuziehen und 2500 km von dort entfernt seinen Tag zu verbringen und tagtäglich sein Leben für andere aufs Spiel zu setzen, zeugt von Größe!

In Portugal hat Marcel gelernt, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren: „Um so mehr man im Kopf hat, um so weniger kann man sich auf seinen Auftrag konzentrieren. Das war in Oeiras so und das ist in Gernsheim nicht anders!“, sagt Marcel während unseres Gespräches. Daher versucht er sich nicht von Ritualen oder Ähnlichem am Spieltag ablenken zu lassen.

Er hat sein Herz am richtigen Fleck und wir sind froh, dass er ein Teil unserer Familie ist. Danke dafür Marcel!